Narben

Früher oder später macht jeder Mensch Erfahrungen mit Narben, denn kleinere oder grössere Verletzungen ziehen wir uns im Grunde täglich zu.

Wie Narben entstehen
Ob nach Unfällen, Operationen, Schnittwunden, Verbrennungen oder kleinen Unachtsamkeiten: Sobald wir Verletzungen erleiden, setzt der Körper seinen Selbstheilungsmechanismus in Gang, um sie zu schliessen.

Verletzung der Haut
Wird die Haut durch eine äussere Einwirkung verletzt, entsteht eine Wunde. Eine Wunde kann durch eine mechanische Verletzung entstehen, z. B. durch Schnitt-, Stich-, Quetsch- oder Bissverletzungen. Aber auch durch Hitzeeinwirkung wie bei Verbrennungen oder Verbrühungen; oder chemisch, z. B. durch Verätzungen resultieren Wunden, die oft narbig verheilen.

Reaktion des Körpers
Der Körper reagiert auf eine Verletzung mit einer Reihe genau aufeinander abgestimmter Schritte mit dem Ziel, die Wunde zu schliessen und eine Heilung herbeizuführen. Eine komplette Heilung ist z. B. bei inneren Organen möglich. Bei Hautwunden aber kann der Körper nur reparieren. Der entstandene „Spalt” wird zuerst mit einem Blutgerinnsel verschlossen und dann von innen mit einem minderwertigen Bindegewebe aufgefüllt – eine Narbe entsteht.

 

Narbenformen
Narbengewebe ist anders als gesundes Gewebe: Ihm fehlt es an Elastizität und Farbe, die Schweiss-, Talgdrüsen- und Haarfollikelproduktion ist reduziert. Ob eine sichtbare Narbe aus einer Wunde entsteht, hängt von Faktoren ab wie Art und Ausmass der Gewebeschädigung, Wundheilungsverlauf, allgemeinem Gesundheitszustand, unserer Herkunft und unserem Lebensalter.

Gut versorgte chirurgische Operationswunden mit glatten Wundrändern, die ganz dicht zusammenliegen, heilen meist schnell und problemlos. Die Narbe ist nach Abschluss der Narbenheilung sehr klein und schmal – fast nicht sichtbar.

Teilweise bilden sich jedoch störende Narben, wie erhabene (hypertrophe), wuchernde (keloide) oder eingesunkene (atrophe) Narben.

Umso wichtiger ist es, mit der Narbenbehandlung frühzeitig zu beginnen.